Meditation beginnen

Du musst deinen Kopf nicht ausschalten.

Meditation darf einfach beginnen: mit einem bequemen Sitz, wenigen Minuten und der Bereitschaft wahrzunehmen, was gerade da ist.

Was ist Meditation?

Bewusste Aufmerksamkeit statt perfekter Stille

Meditation bezeichnet verschiedene Formen bewusster Aufmerksamkeit. Je nach Übung kann sie sich auf Atem, Körperempfindungen, Geräusche, ein inneres Bild oder einen gesprochenen Impuls richten.

Gedanken werden nicht gewaltsam verdrängt. Du lernst vielmehr, sie wahrzunehmen und deine Aufmerksamkeit anschließend neu auszurichten.

Du musst nicht …

  • besonders spirituell sein
  • jeden Tag eine Stunde meditieren
  • im Schneidersitz sitzen
  • deine Gedanken vollständig stoppen
  • bereits Yogaerfahrung haben

Erste Praxis

Drei bewusste Atemzüge

  1. Setze dich so hin, dass du dich möglichst wohlfühlst.
  2. Stelle beide Füße auf den Boden oder wähle eine andere stabile Position.
  3. Spüre, dass dein Körper getragen wird.
  4. Atme ein, ohne den Atem zu verändern, und langsam wieder aus.
  5. Wiederhole dies für drei Atemzüge.
  6. Nimm wahr, wie es dir gerade geht.

Du musst nichts Besonderes empfinden. Auch Unruhe, Ungeduld oder Ablenkung dürfen da sein.

Typische Schwierigkeiten

Was am Anfang ganz normal ist

„Ich schweife ständig ab.“

Bemerke das Abschweifen und kehre freundlich zur Übung zurück. Genau dieses Zurückkehren ist Teil der Meditation.

„Ich werde unruhig.“

Beginne mit kurzen Einheiten. Bereits zwei bis fünf Minuten können ein sinnvoller Einstieg sein.

„Ich kann nicht so sitzen.“

Meditation ist auf einem Stuhl, im Stehen oder bei ausgewählten Übungen auch im Liegen möglich.

„Ich spüre keinen Effekt.“

Meditation ist nicht immer sofort angenehm oder eindrucksvoll. Regelmäßigkeit ist meist wichtiger als ein besonderes Einzelerlebnis.

Geführter Einstieg

Gemeinsam fällt der Anfang oft leichter.

In einem Seminar wirst du Schritt für Schritt durch die Übungen geführt. Zwischen den Einheiten gibt es Bewegung, Pausen und Raum für Fragen.